Leserbrief

Der E-Roller erinnert an die eigene Jugendzeit

Zum Thema E-Roller:

Offenbar ist es Ihnen noch gar nicht aufgefallen: Ein E-Tretroller – was ist denn das? Echte Tretroller gab es in den 1950er/1960er Jahren: Ihr Trittbrett war beweglich gelagert und man konnte damit mit Hilfe einer Zahnstange durch Treten das Hinterrad und damit den Roller in Bewegung setzen. Der Antrieb erfolgte also eindeutig durch Treten. Das ist aber beim E-Roller nicht der Fall; da erfolgt der Antrieb nämlich ganz offensichtlich durch einen Elektromotor und nicht durch Treten.

Falsche Begrifflichkeit

Es ist also ein Elektro-Roller und kein E-Tretroller – wo wird denn da getreten? Dieser Begriff wird ganz offensichtlich nicht nur von Ihnen in Ihrer Zeitung gedankenlos nachgeplappert, auch bei vielen anderen Medien und Presseagenturen ist das der Fall. Eigentlich sollten Sie sich in Ihrem Blatt auszeichnen durch Berichterstattung mit der Verwendung sinnrichtiger Begriffe. Also rotten Sie den E-Tretroller aus!

Bernhard Kendel, Heddesheim

Eigentlich sind die Roller als Ersatz für unnötige Autofahrten – so wird weniger CO2 produziert – auf dem Markt zugelassen worden. Tatsache ist aber, dass sich dadurch viele an ihre Jugendzeit erinnern. Jetzt braucht man allerdings nur noch auf ein Knöpfchen drücken und sich nicht mehr mühselig Abstoßen und schon geht die Fahrt los.

Vorschriften werden dabei gerne außer Acht gelassen; Hauptsache ich fühl mich noch mal wie 18. Sinnvoll wäre aber auch, wenn der Bürgermeister Specht erkennen würde, dass man die Fahrradstreifen – wenn es sie gibt – mit E-Scooter ihren Dienst ausführen lassen könnte. Dann könnten sie, ohne groß ins Schwitzen zu kommen, an den dunklen Stellen in Mannheim aktiv sein.

Da könnte man sich manche Video-Überwachung sparen. Ich als Bürger würde mich dann etwas sicherer fühlen. Wäre das nicht eine Überlegung wert?

Friedebert Goldbach, Mannheim