Leserbrief

Leserbrief Zur Berichterstattung über die bevorstehende Europawahl

„Der Kampf beginnt an der Wahlurne“

Am 26. Mai ist Europawahl. Hier lassen sich unter anderem extreme Parteien wie die AfD aufstellen. Warum tun sie das? Nicht um Europa mitzugestalten, sondern um dieses zu schwächen und zu zerstören. Sie streben einen „Dexit“ an, Deutschland soll also aus Europa aussteigen. Und dann? Kam jemals eine Antwort, was dann geschehen soll? Deutschland wäre isoliert mitten in Europa. Das dürfen wir nicht zulassen. Viele Wähler möchten den etablierten Parteien einen Denkzettel verpassen, weil Vieles in unserem Land und in Europa nicht gut läuft. Die Wähler fühlen sich nicht verstanden und nicht gut vertreten. Aber – ist es dann besser, den eigenen Untergang zu wählen?

Und genau da kommen wir hin, wenn wir extreme, rechtspopulistische Parteien fördern, deren Ziel es ist, die Grenzen zu Deutschland wieder zu schließen, die Euro-Währung abzuschaffen, Einwanderung einzudämmen und Intoleranz gegenüber Andersdenkenden voranzutreiben.

Offene und freiheitliche Demokratie zeigt sich nicht in kompromisslosen Forderungen, Rückschritten und Isolation. Eine Demokratie lebt von Gemeinschaft, kultureller Vielfalt, Kompromissbereitschaft und nicht zuletzt von Meinungs- und Pressefreiheit. Mein Appell an alle Wähler: Helfen Sie mit, diese Werte zu erhalten. Wir müssen uns für sie einsetzen und dafür kämpfen. Und dieser Kampf beginnt an der Wahlurne. Übrigens: auf kommunaler Ebene rechtsextreme Parteien wählen ist ebenfalls keine Alternative. Margot Appel, Lauda