Leserbrief

Zum Thema Badeverbot im Rhein / Artikel vom 28. Juli

Der Rhein gehört allen

Mit Interesse verfolge ich als Freund des Strandbades und auch der Binnenschifffahrt die Diskussionen um das dortige Badeverbot.

Hier stellt sich doch einmal die Frage: Wem gehört der Rhein? Hier handelt es sich doch um einen natürlichen Fluss, der eigentlich allen Menschen zur Verfügung stehen sollte. Der Vergleich des Fußgängers auf der Autobahn hinkt, da die Autobahn - wie der Name schon sagt - eine nur für den Auto/Kfz-Verkehr angelegte Wegstrecke darstellt. Seit Jahrzehnten konnte am Strandbad nicht nur gebadet, sondern auch geschwommen werden.

Wasserqualität ausreichend

Die Strömung war schon immer da und wenn es in den letzten 15 Jahren einen Ertrinkungsfall gab, so fragt man sich, wie es in öffentlichen Schwimmbädern aussieht, wo es an schönen Wochenenden Tausende von Menschen ins enge Schwimmbecken zieht. Unfälle dürfte es dort sicherlich weit mehr gegeben haben und was die Hygiene an warmen Sommer-Wochenenden anbelangt, so möchte ich keinen Vergleich zwischen der Wasserqualität des Rheins und der öffentlichen Schwimmbäder ziehen.

Fazit: Es sollten - wie früher - Bojen / Balken gesetzt und die Schifffahrt durch eine Verordnung gezwungen werden, auf einer Strecke von vier oder fünf Kilometern entlang des Strandbads langsam zu fahren. So würde sich die vorgebrachte Sogwirkung erheblich reduzieren, wirtschaftlich würde die geruhsamere Fahrt nicht ins Gewicht fallen.

Schilda lässt grüßen

Es wäre allen gedient. Die Initiative des Fördervereins Mannheimer Strandbad kann man nur unterstützen. Und: Die Stadt hat Hunderttausende Euro in neue Duschen am Strandbad investiert. Für was? Bei einer Fortsetzung des Badeverbots wäre dies ein Fall für das Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler. Schilda lässt grüßen.