Leserbrief

Der Sack muss weg

Zum Artikel "Tonne statt Sack geplant" vom 18. März:

Ohne Zweifel: Der Gelbe Sack muss weg. Aber warum nicht gleich ganz? Fast alle Müllexperten sind sich einig: Die Verpackungen (mit oder ohne grünen Punkt) können getrost wieder in den Restmüll. Denn nur ein Bruchteil wird wieder verwertet. Das Meiste landet auf Deponien, wird in armen Ländern oder Meeren wild entsorgt oder gelangt in eine Müllverbrennungsanlage. Vor Jahren habe ich selbst mit meinem Auto einen Gelben-Sack-Transporter bis vor die Tore der Müllverbrennung auf der Friesenheimer Insel verfolgt. Warum nicht gleich so? Das hätte mehrere Vorteile:

- Saubere Rückgewinnung von Energie (Strom und Wärme).

- Niedrigere Kosten der Müllverbrennung durch bessere Auslastung, bessere Durchmischung bzw. Verbrennung in den Kesseln.

- Einsparung eines zusätzlichen Abholtermins für die Gelben Tonnen.

- Keine Fremdvergabe an private Profiteure; etwas mehr tarifgebundene Arbeitsplätze bei der städtischen Müllabfuhr.

- Keinen zusätzlichen Stellplatz für die Gelbe Tonne.

Sicherlich würden dadurch viele Restmülltonnen wieder größer werden. Die Kosten müssen deshalb nicht steigen, weil die Vorteile Kosten sparen. Schließlich könnte man sich auch die Gebühren für den Grünen Punkt sparen. Also: keine halben Sachen machen - Verpackungen in den Restmüll. (Joachim Schubert, Mannheim)