Leserbrief

Die falsch verkürzte Busfahrt

Zum Thema Öffentlicher Nahverkehr:

Mannheim am Freitag, 29. August, zwischen 16 und 18 Uhr. Ich steige am Schloss in die Straßenbahnlinie 1 Richtung Waldhof/Schönau. Die Bahn ist gut besetzt. Kurz vor der Haltestelle Luzenberg werden wir alle aufgefordert, die Bahn hier zu verlassen und mit einem Sonderbus die Fahrt fortzusetzen.

Die Bahn fährt leer in Richtung Waldhof-Bahnhof zur dortigen Wendeschleife weiter. Auf dem Luzenberg warten bei tropischen Temperaturen Menschen ohne Sonnenschutz auf den Bus. Zwischenzeitlich kommen zwei weitere Bahnen und entlassen ihre Insassen.

Keine Erklärung erhalten

Der Bus kommt: Drei Mütter mit Kinderwagen, ein Rollstuhlfahrer und mit mir ein Rollatorfahrer wollen mit weiteren Passagieren in den vollen Bus. Überfüllt! Ich verzichte und warte auf den nächsten Bus. Jetzt kommen gleich zwei hintereinander. An der Haltestelle Bahnhof Waldhof steht die Linie 1 und wartet auf den Bus von der Schönau, mit dem die Fahrgäste in Richtung Innenstadt weiterfahren. Warum wir alle auf dem Luzenberg „rausgeschmissen“ wurden, konnte mir keiner – auch der Wagenführer – nicht erklären. Er hätte seine „Weisung“ gehabt. Die rund drei Kilometer entfernte Haltestelle Bahnhof Waldhof ist ein Knotenpunkt: Haltestelle der Eisenbahn sowie der Buslinien 45, 50 und 55.

Da der 55er im 30-Minuten-Takt fährt, habe ich vom Schloss bis in die Kirchwaldstraße eine Stunde und 25 Minuten gebraucht. Hoch lebe der Öffentliche Nahverkehr. Der Planer dieser Maßnahmen ist entweder ortsfremd oder absoluter Dilettant und somit eine Fehlbesetzung.