Leserbrief

Die Hauptrolle der Bundeskanzlerin ist unbesetzt

Zum Artikel „Innenminister Strobl: ,Kurz duckt sich weg’“ vom 23. Dezember:

Welches Schauspiel sehen wir im Augenblick? In den Hauptrollen ein Mannheimer Oberbürgermeister, der alles angestoßen hat, ein Landesminister, der durch seine Äußerung das Spiel richtig in Schwung brachte und, meist unbeachtet, hinter den Kulissen, der Verwaltungsapparat mit seinen unklaren Einflüssen. Die Hauptrolle mit der Bundeskanzlerin ist nicht besetzt. Im Rampenlicht steht der Chor der Parteien, der ab und zu böse Kommentare zu den Einlassungen des Landesministers abgibt.

Vieles im Unklaren

Insgesamt entsteht der Eindruck, die Spieler beschäftigen sich vor allem mit sich selbst und sind bemüht, möglichst vieles im Unklaren zulassen. Im Zuschauerraum reden die Bürger, die verwundert auf die Bühne schauen, noch munter durcheinander. Der Zankapfel – unbelehrbare kriminelle, vermutlich jugendliche Migranten – wirkt nur noch blass und ist seltsam immunisiert, einem Tabu gleich, an den Rand gestellt. Wohin dies alles führen wird, wissen wir noch nicht, müssen aber befürchten, dass wir nur ein Vorspiel zu dem Drama sehen, das wir annehmen müssen, sollten die Warnungen des BND vor den Kindern der Dschihadisten, die mit ihren Müttern kommen, Wirklichkeit werden.

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2E48hw0