Leserbrief

Leserbrief Zu „Eine unfassbare Mauschelei“ (FN, 19. September)

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“

Unfassbar waren in den letzten Jahren ja zumeist die politischen Stilblüten der Trump-Regierung.

Doch mit der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag vor ziemlich genau einem Jahr und dem folgenden Koalitionsgerangel haben die politischen Kuriositäten auch in unserer Regierungsmannschaft Hochkonjunktur.

Allen voraus Horst Seehofer, der insbesondere durch extravagante Positionen in Bezug auf das ohnehin schon republikspaltende Migrationthema und dessen politische Behandlung versucht, die Politik der Bundesregierung weiter nach rechts zu verschieben und dabei eine Regierungskrise nach der anderen provoziert.

Der Eiertanz im Fall Hans-Georg Maaßen gleicht dabei als der Tragödie letzter Teil.

Die letztendliche Beförderung zum beamteten Staatssekretär im Ministerium des Inneren durch Minister Seehofer als Kompromiss zum Fortbestand der Koalition ist unverständlich, unfassbar und sorgt dafür, dass das Vertrauen in die Politik weiter schwindet.

Stellt sich zuletzt noch die Frage ob Maßen den neuen Job überhaupt antreten wird oder er zusammen mit Seehofer nach der Wahl in Bayern seinen Hut nehmen muss – die Hoffnung stirbt zuletzt.