Leserbrief

Die wahren Probleme sehen

Zum Thema Schulen und Corona:

Ich als 14-jähriger Schüler eines Gymnasiums in Mannheim möchte Ihnen nun berichten, wie es momentan in den Schulen aussieht. Vorab möchte ich sagen, dass mir das Lernen daheim viel besser gefallen hat als die „normale“ Schule. Damit war ich mir mit meinen Freunden auch einig und nicht alleine.

Es hat nur nicht funktioniert, da es in Deutschland leider immer noch keine Selbstverständlichkeit ist, Internetanschluss und Endgeräte zu besitzen und zusätzlich Lehrer nicht geschult werden und manche die Technik als Gegner im Unterricht sehen und diese erst gar nicht verwenden möchten. Jetzt aber zur aktuellen Situation: Ab November dürfen sich nicht mehr als zwei Haushalte treffen, was ich grundsätzlich auch sehr gut finde. Doof nur, dass ich mit 30 Haushalten zwischen acht und 13 Uhr in einem Zimmer ohne Abstand sitze.

Für mich macht das keinen Sinn! Gruppenarbeit, Ballsport und volle Umkleiden sind keine Ausnahme! Es werden von Tag zu Tag mehr Infizierte und niemand schaut auf unsere Schulen! Wieso sollen wir erneut warten, bis es quasi zu spät ist? Zudem waren schlechte Hygienezustände bei Schulen ja nichts Neues. Ich bin momentan der Meinung, dass der Lockdown light fast nichts bringen wird, wenn man nicht auf wahre Probleme schaut!