Leserbrief

Ehegattensplitting ist gut, günstig, sozial

Zum Artikel „Ehegattensplitting ist ein Unding“ vom 26. Januar:

Das Ehegattensplitting ist ein Ausgleich für die aufopferungsvolle Arbeit des nicht in Lohn stehenden Ehepartners. Dieser sorgt für eine gesunde Ernährung, eine sinnvolle Freizeitgestaltung, pflegt das akut oder chronisch kranke Kind(er) rund um die Uhr, kümmert sich um die dementen Eltern und die altersschwachen Schwiegereltern und, falls noch Kraft bleibt, steht er im Notfall Freunden und Nachbarn mit Rat und Tat zur Seite.

Eine Fremdvergabe dieser eigenen sozialen Verpflichtungen war schon immer teurer. Ein jeder kennt den Alltag mit den Kitas: Ist das Kind krank, kommt das Kind nicht in die Kita, und sein Erzieher nicht zur Arbeit. Ist der Erzieher krank, so kommt dieser nicht zur Arbeit, und das Kind nicht in die Kita.

Aus Nächstenliebe entsprungen

Mal ganz abgesehen von den übrigen Kinderkrankheiten dieser Einrichtungen (im wahrsten Sinne des Wortes). So steht für das Ehegattensplitting im Ergebnis: gut, preisgünstig, sozial. Gut, weil in seiner Ausführung (siehe oben) von hoher Qualität und Verlässlichkeit; preisgünstig, weil frei von Forderungen Dritter (ihre Interviews münden immer in einem Forderungskatalog an andere); sozial verdichtet, weil aus unmittelbarer Nächstenliebe entsprungen. Das Ehegattensplitting ist ein Anker der Institution Familie, allen Auflösungsbestrebungen unserer Gesellschaft zum Trotz. Dieser war selten so wertvoll wie heute. 

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2rWXp1f