Leserbrief

Eigenartiger Humor

Zum Kommentar „Fehl am Platz“ vom 24. Juni:

Es ist erstaunlich, wie viel Verständnis für Meinungs- und Pressefreiheit Werner Kolhoff nach dem Text einer taz-Journalistin entwickelt. Muss man ihn daran erinnern, dass „Hass keine Meinung ist“? Satire aus.

Ich wünsche mir nur, dass Werner Kolhoff nach rechtsextremistischen Entgleisungen ebenso energisch für die Meinungs- und Pressefreiheit eintritt wie im gegebenen Fall. Die Anklage eines Bundesinnenministers ist übrigens – zumindest in der Bundesrepublik nicht wie behauptet, ein Anschlag auf die Meinungs- und Pressefreiheit, da über den Tatbestand letzten Endes ein unabhängiges Gericht entscheiden muss. In anderen Ländern mag das anders sein.

Eine Schutzbehauptung

Noch ein Wunsch: Da linke Journalisten offensichtlich eine sehr eigenartige Auffassung von Humor haben, könnten sie künftig vielleicht kennzeichnen, wenn ihre Beiträge Satire und wenn sie ernst gemeint sind? Oder ist die immer wiederkehrende Schutzbehauptung so zu verstehen, dass alle linksextremistischen Texte reine Satire sind?

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3eBuzY1