Leserbrief

Leserbrief Zu „Merkels Schicksal liegt in Europa“ und „Im Schicksal vereint“ (FN, 29. Juni)

„Eine Beleidigung für Amt des Kanzlers“

Dass es in diesen Wochen um die Frage geht, wohin steuert Europa, kann man nur für gut heißen! Dass damit das Schicksal von Frau Merkel abgeleitet wird, halte ich für völlig übertrieben.

Trauriger stimmt mich, dass das Schicksal von Frau Merkel und Europa verglichen wird mit dem Schicksal von Herrn Löw und dem deutschen Fußball.

Im Fall von Europa geht es um den Zusammenhalt, um die Menschen, um die Zukunft. Dass Angela Merkel für dieses geeinte Europa steht, dürften nun wirklich auch alle nach über zehn Jahren Kanzlerschaft „begriffen“ haben!

Dass Herr Löw nach 14 Jahren Bundestrainer mit einem WM-Sieg und nun mit dem ersten Rauswurf in der Vorrunde mit Frau Merkel verglichen wird, empfinde ich als „Beleidigung“ für das Amt der Kanzlerin/des Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland!

Bundeskanzlerin Merkel steht für Europa, wie kein anderer Regierungschef. Herr Löw steht maximal für das schönste Freizeitspiel der Republik.

Er verdient für seine wenigen Auftritte in einem Jahr jedoch ebenso wie seine „armen“ Jungen (von den „wenigen“ Werbeverträgen ganz zu schweigen!?) viel mehr als Frau Merkel.