Leserbrief

Zum Thema BuGa

Eine Vision

Durch eine einladend gestaltete Finanzierungslücke betritt der Besucher die Bundesgartenschau - und wird vor den symbolischen Schuldenberg geführt, die die Stadtverwaltung aufgehäuft hat. Weiter führt der Rundweg, übersät mit Schlaglöchern wie in den Mannheimer Straßen, durch das Tal der Tränen zum See des Haushaltslochs, in dem die öffentlichen Mittel versenkt werden. Dort darf der Bürger - natürlich vergeblich - wie im Trevi-Brunnen zu Rom nach Euro - Münzen angeln und versuchen, etwas zurückzubekommen für das, was er eingeworfen hat. Dann führt ihn der weitere Weg auf die kahle Ebene der leeren Versprechungen ("Landschaftsschutzgebiet," "Sparsamkeit"...). Dort kann man durch Fernrohre in eine trübe bis wolkige Zukunft schauen. So setzt die BuGa - Vision ungeahnte Gestaltungskräfte frei. Wahrlich eine rosige Zukunft, die uns blüht! (Bekanntlich tragen Rosen Dornen....)