Leserbrief

Entstehen der Clans gefördert

Zum Artikel „Das war nicht Stuttgart“ vom 10. Juli:

Nach langer Überlegung bin ich zum Entschluss gekommen, dass dieser Artikel nicht unkommentiert bleiben darf. Der Herr Polizeipräsident bezeichnet das Verhalten der Jugendlichen („erkennbar migrantisch“) als „Gangsta-Rap-Attitüde“. „Aus dem Einschreiten der Beamten habe sich eine konfrontative Situation entwickelt und dann fliegt da auch mal eine Bierflasche auf einen Funkwagen.“ Bedeutet das, er toleriert Angriffe auf seine Beamten?

Hier geht er wohl ganz nach dem Mainstream und verharmlost Straftaten. Bei den Ereignissen in Stuttgart war es ja auch nur eine „Partyszene“. Gibt es in dieser Beziehung keinen Lernerfolg? Mit dieser Nachsicht hat die Politik auch das Entstehen der „arabischen Clans“ gefördert. Man sollte sich da an Rudolph Giuliani, früherer Bürgermeister von New York, halten, der mit seiner Null-Toleranz-Strategie seine Stadt wieder sicherer gemacht hat.

Kontrollen nur für Ältere

Ich war immer im festen Glauben, die Polizei erfülle hoheitliche Aufgaben. Ich dachte, dies würde auch durch das Tragen der Uniform bestätigt. Dieser Glaube wurde aufs Schwerste erschüttert. Der oberste Polizist Mannheims sagt: „Vielleicht haben wir einen taktischen Fehler gemacht, weil sich die Jugendlichen von den Uniformierten provoziert fühlten.“ Bedeutet das, dass nur noch ältere, nicht migrantische Mannheimer von uniformierten Beamten kontrolliert werden dürfen? Karl-Ludwig Schwab, Mannheim

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/2ZQtKWm