Leserbrief

Zum Thema Kinderbetreuung

Erst Bindung, dann Bildung

Die Bewertung unserer "Kitas" mag ja sehr informativ sein. Gerne möchte ich den Rückblick auf die Geschichte der "Kita" zu Ihren Informationen hinzufügen. Nach Ende des 2. Weltkriegs wurde Deutschland von den Siegermächten in zwei Einflussgebiete geteilt. In der DDR herrschte autoritär der Kommunismus russischer Prägung. Das Regime bestimmte eine "moderne Familienpolitik": Kinder ab einem Jahr mussten in Fremdbetreuung abgegeben werden, Frauen und Männer an die Arbeit, Alte, Unnütze in Fremdbetreuung. Nach dem Mauerfall begannen Frauenverbände und die ihr hörigen Medien an dieser "modernen" Idee der "Mütterbefreiung" von ihren Kleinsten Gefallen zu finden. Vor allem die SPD übernahm gerne dieses Angebot an Frauenstimmen, die "Kita" war geboren. Die damalige Familienministerin lockte das Plus an Frauenstimmen auch für ihre Partei - die "staatliche Kita" war geboren.

Eine wirtschaftsorientierte Partei konnte sich darüber freuen, dass junge Mütter lieber Geld verdienen, als die menschlich so notwendige Bindung mit ihrem Kind zu erleben. Welche Wissenschaft kommt in unserer Gesellschaft zu Gehör, z.B. dass das kindliche Gehirn bis zum 4. Lebensjahr bis zu 80 Prozent gereift ist und die guten oder schlechten Erlebnisse lebenslänglich, unbewusst oder schon bewusst, darin festliegen.

Deshalb der Rat: erst Bindung, dann, ab Kindergartenalter, Bildung, die aber von bester Qualität.