Leserbrief

Erstaunlich ruhige CDU

Zum Thema Bundestagswahl:

Während die Schulz-SPD ihre Niederlage eingesteht und den Weg in die Opposition wählt, denkt Merkel gar nicht ans Aufhören. Merkel auf die Frage, was sie falsch gemacht habe: "Ich kann nicht erkennen, was wir jetzt anders machen müssten." Das erinnert stark an die letzten Jahre der Kohl-Regierung. Nicht ohne Grund gibt es in anderen Demokratien (zum Beispiel USA) eine Amtszeitbegrenzung auf zwei Perioden.

Fehler eingestehen

Ein Minus von fast neun Prozentpunkten für die Union, einen weiteren Koalitionspartner verschlissen, den konservativen Markenkern der CDU pulverisiert (Stichworte: Atomkraft, Wehrpflicht, dreigliedriges Schulsystem, Mindestlohn und zuletzt die Homo-Ehe), - wahrlich keine schöne Bilanz! Was muss eigentlich noch passieren, bis Merkel einen Fehler zugibt?

Bei der Flüchtlingskrise würde sie alles wieder so entscheiden, macht aber gleichzeitig zweifelhafte Flüchtlingsdeals mit Erdogan und libyschen Warlords, alles, weil "sich 2015 nicht wiederholen darf". Erstaunlich, wie ruhig die CDU dies alles hinnimmt. In anderen Zeiten sind Parteivorsitzende schon wegen weniger zurückgetreten (worden).