Leserbrief

Es geht um die Balance

Zum Artikel „Junge Familien leiden besonders“ vom 23. April:

Extra-Sendungen des Fernsehens und auch Zeitungen wie der „MM“, berichten viel und ausführlich über Fälle von schwierigen Situationen, die durch die Einschränkungen aufgrund der Corona Pandemie entstehen. Die Leiden durch die Pandemie selbst, schwere Erkrankung und Tod, werden dagegen in erster Linie nur als Fallzahlen gemeldet und treten zu sehr in den Hintergrund.

Das Fatale daran ist, dass dadurch Begehrlichkeiten zu weiteren Lockerungen geweckt werden und zu mehr Sorglosigkeit verführt wird, deren Folgen noch nicht absehbar sind. Unerträglich ist für mich das Aufrechnen und Vergleichen wie im Titel „Junge Familien leiden besonders“ des Aufmachers vom 23. April, wobei mich vor allem das Wort „besonders“ stört.

Bedrückende Einschränkungen

Leiden die an Covid-19 schwer Erkrankten und Hinterbliebenen etwa weniger? Der viel beschworene Zusammenhalt sieht anders aus! Um nicht missverstanden zu werden: Mich bedrücken ebenfalls die für viele nur schwer zu ertragenden Auswirkungen der Einschränkungen. Mir geht es um eine ausgewogene Berichterstattung und, um es mit den Worten unserer Kanzlerin auszudrücken, die richtige Balance.

Originalartikel unter https://bit.ly/3bKtBaz