Leserbrief

„Fehler eingestehen und korrigieren“

Zum Artikel „Bürgerinitiative erarbeitet Lösungen gegen Parkplatznot“ vom 8. März:

Bei den Betrachtungen der Stadt hinsichtlich Anzahl vorhandener Parkplätze nach Fertigstellung des Rewe-Marktes wird immer außer Acht gelassen, dass die 24 neu über dem Rewe-Markt errichteten Wohnungen zusätzlichen Parkraum benötigen, der vor dem Bauen nicht erforderlich gewesen war. Daher ist es vollkommen falsch, die den neuen Wohneinheiten zugeordneten Tiefgaragenparkplätze zu den öffentlich nutzbaren hinzuzurechnen. Es soll doch tatsächlich Familien geben, die gemeinsam in häuslicher Gemeinschaft leben und mehr als einen Pkw besitzen. Somit steht aller Voraussicht nach keiner dieser Tiefgaragenparkplätze der Öffentlichkeit zur Verfügung. Auch der Parkplatz des Rewe-Markts ist Privatgelände und es ist sehr davon auszugehen, dass die Nutzung nur für Kunden während ihres Einkaufs gestattet sein wird.

Kontrollen durch Firma

Bei Zuwiderhandlung dürfte es genau wie bei anderen Einkaufsmärkten – nicht nur in Käfertal – eine private Parkkontrollfirma geben, welche Fehlnutzungen finanziell ahnden wird. Alt-Käfertals historisch gewachsene Bausubstanz lässt nun mal fast keine Pkw-Abstellflächen auf den Privatgeländen zu, so dass dies auf öffentlichen Flächen erfolgen muss.

Und wer behauptet, dass in diesem Gebiet keine Parkplatznot herrsche, sollte die vorhandene Park-Situation einmal beim Ordnungsamt und bei den Busfahrern hinterfragen. Ganz bestimmt wird die Parkplatzsituation nach Fertigstellung des Rewe-Markt-Bauvorhabens weiterhin katastrophal sein; nur weil man es sich selbst schön gerechnet hat, hilft dabei nicht. Planungen sind immer veränderbar! Insbesondere dann, wenn man bereits vor deren Umsetzung Kenntnis davon hat, dass falsche Voraussetzungen zugrunde gelegt wurden oder falsche Situationen damit geschaffen werden.

Tiefgarage errichten

Sich Fehler einzugestehen hat etwas mit Zivilcourage zu tun und Fehler im Vorfeld zu korrigieren, bevor sie ausgeführt sind, ist immer einfacher und günstiger umzusetzen als im Nachhinein, wenn erneute Veränderungen nur sehr schwer verwirklichbar werden. Vielleicht sollte man vonseiten der Stadt – sofern noch nicht bereits geschehen – überlegen, ob es nicht machbar wäre, zusammen mit dem Umbau des Stempelparks im Bereich der jetzt noch vorhandenen Parkplatzfläche zwischen dem Haupteingang zum Stempelpark und dem Hotel am Park eine ausreichend große Tiefgarage zu errichten, welche öffentlich nutzbar wäre und diese Fläche mit dem zu erweiternden Stempelpark zu überbauen.

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2FkeV3W