Leserbrief

Feiger, anonymer Briefeschreiber

Zum Artikel „Anschuldigungen im Briefkasten“ vom 15. Juli:

Die Einstellung des feigen, weil anonymen Briefeschreibers ist an Kinderfeindlichkeit und Verachtung von Familien nicht zu überbieten. Er sollte sich vor Augen halten, dass er selbst mal Kind war, aber vermutlich war er immer brav und hat nie Lärm gemacht.

Er sollte sich ferner Gedanken darüber machen, wer später mal seine Rente bezahlt – und daran denken, dass die Menschheit ausstirbt, wenn es keinen Nachwuchs gibt. Kinder haben ohnehin wenig bis gar keine Lobby, deshalb muss diesem Menschen klargemacht werden, dass er mit seinem Verhalten auf dem Holzweg ist. Er besitzt ja nicht einmal den Mut, sich persönlich mit den Eltern der lärmenden Kinder in Verbindung zu setzen. Vielmehr verschanzt er sich hinter seiner Anonymität. Einfach nur feige. (Lothar Zuther, Mannheim)

Wie feige ist das denn! Ich kann sagen, dass ich hier viel mit Kindern zutun hatte und privat auch Kinder sehr oft betreut habe. Ich weiß also wovon ich rede, wenn ich über Kinder rede. So, seit wann ist spielen im Garten verboten, weil die Kinder zu laut sind? Geht ja alles noch. Aber dieser infame Schluss dieses „anonymen“ Briefes – schon Drohung eigentlich –, er würde mich als Mutter/Eltern zutiefst besorgen, auch abstoßen. (Petra Stacha, Mannheim)

Schon der Begriff Kinderlärm ist abwegig. Kinder brauchen die Möglichkeit, sich auszutoben. Gerade jetzt, wo die unsägliche Pandemie für unsere Kinder extreme Einschnitte mit sich bringt, sollten wir älteren Mitbürger tolerant sein und ein Herz für unsere Familien mit Kindern zeigen.

Die jungen Familien mit Kindern haben es schon schwer genug in der heutigen Lage, wir sollten sie nicht noch zusätzlich mit Schmähbriefen unter Druck setzen. Bekämpfen sollten wir viel mehr und aktiver den Verkehrslärm und nicht die Geräusche, welche Kinder in ihrer Lebensfreude erzeugen. (Jürgen Schmitt, Mannheim)

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/2ODLRsd