Leserbrief

Zum Thema Buga / Leserbrief vom 9. Oktober

Freude über "Schwöbelstadt"

Endlich schreibt mal ein BUGA-Befürworter, was Sache ist. Statt selbst den Verschwörungstheorien zu verfallen, nimmt er sachlich zur Finanzierung und zur Verkehrsführung Stellung. Diese Klarheit hätte man sich schon immer von der Stadtverwaltung gewünscht. Zur Finanzierung sieht er die Problematik allein in einer Schnuller-Finanzierung für BUGA-Gegner - und daran sollte es eben nicht scheitern. Die Verkehrsproblematik hat er offenbar in feinsinnigen Denkoperationen bereits zum Wohle aller entschärft - es aber leider nur versäumt, dies den niveauarmen Zeitungslesern zu unterbreiten. Sachlicher geht es kaum.

Damit dass er dies als Christ schreibt, worauf er offenbar mit Stolz hinweist, rückt er - ohne dies noch ausdrücklich betonen zu müssen - endgültig die BUGA-Gegner in die Ecke salafistisch-terroristischer Kampfzellen. Irgendwie habe ich es ja geahnt, dass es bei dem anhaltenden Widerstand bei einer überwältigenden Mehrheit von 50,7 Prozent bestens und umfassend informierter Bürger gegen eine renitent querulatorische Opposition mit der erbärmlichen Quote 49,3 Prozent nicht mit rechten Dingen zugehen kann.

Mit wie viel Hass wurde da auf die fragwürdige Finanzierung, mit wie viel Hass auf die schön zu denkende Verkehrsführung hingewiesen. Und wie wohltuend sind dagegen seine Ausführungen mit dem Hinweis, dass eine BUGA endlich auch einmal Mannheim ein bisschen Grün beschert und dass nicht nur für ein halbes Jahr, wie von den Verschwörungstheoretikern ausgestreut, sondern bis ins nächste Jahrtausend. Ja, so wünscht sich ein aufrechter Ur-Demokrat die Welt.

Und zur Eröffnung der BUGA benennt man dann die Universitätsstadt Mannheim in Schwöbelstadt Mannheim um. Stadt und Bürger sind beglückt. Herzlichen Glückwunsch Mannheim: Ich freue mich drauf!