Leserbrief

Gefährliche Situation in der Langen Rötterstraße

Zur Verkehrssituation in der viel genutzten Langen Rötterstraße:

Es war eines Nachmittags in der Langen Rötterstraße. Autos, Lieferwagen und Kleinlastwagen stehen in der zweiten Reihe auf der Fahrstraße und verengen diese damit auf nur eine Spur. Der reguläre Verkehr ist deshalb gezwungen, zwischen all den Fahrzeugen Slalom zu fahren. Zudem kreuzen immer wieder Passanten die Einkaufsmeile in der östlichen Neckarstadt.

Hinzu kommt auch noch der Verkehr aus den Querstraßen, von denen es in der Langen Rötterstraße viele gibt. Die Verkehrslage für alle Verkehrsteilnehmer ist üblicherweise gefahrvoll und undurchsichtig – in den Stoßzeiten des Tages sogar lebensgefährlich.

Stark frequentierter Weg

Vor einigen Jahren hat die Stadt den Radweg im Bereich der Postfiliale, der damals neu eingerichtet worden war und die Situation für Radler deutlich verbesserte, zurückgebaut. Diese hoch frequentierte Straße ist zudem auch noch Schulweg zur Uhlandschule, zum Ludwig-Frank-Gymnasium (LFG), zu den Kindergärten und vielen weiteren Einrichtungen.

Damalige Einsprüche und Hinweise wurden von der Stadt mit dem Hinweis, dass es in Tempo 30-Zonen keine Radwege geben darf, völlig unverständlich abgewiesen. Warum Radwege im weiteren Verlauf und in 30er Zonen andernorts existieren, bleibt wirklich ein Geheimnis der Stadt Mannheim.

An diesem Mittag rufen zwei Kräfte vom Ordnungsamt vor der Postfiliale die Fahrradfahrer, die verbotswidrig den ehemaligen Radweg nutzen, zur Einhaltung der Straßenverkehrsordnung auf und schicken ausnahmslos auch ältere Leute, Mütter mit Kindern sowie Schüler mit Rädern auf die belebte Straße. Die betroffenen Menschen, wie auch ich, reagieren mit Unverständnis für die Maßnahme, die absolut kein Augenmaß erkennen lässt.

Kräfte besser einsetzen

Anstatt die knappen Kräfte im Ordnungsamt dafür einzusetzen, die gefährlichen Situationen auf der äußerst belebten Geschäftsstraße zu erkennen und zum Beispiel durch die Reaktivierung des Radwegs in Zusammenarbeit mit den dafür zuständigen Behörden deutlich zu entschärfen, wird im Gegenteil noch eine Schippe drauf gelegt und die Gefahr für viele Verkehrsteilnehmer erhöht.