Leserbrief

Gerade noch zulässig

Zum Leserbrief „Irrwitzige Schlagzeile zu Silvester am Wasserturm gewählt“ vom 21. Januar:

Es geht um die Feinstaubproduktion durch Feuerwerk in der Silvesternacht. Ich besitze selbst ein Feinstaubmessgerät, das ich häufig einsetze (in Verbindung mit einem Feinstaubfiltergerät), weil meine Frau unter der Lungenkrankheit COPD leidet, für die Feinstaub eine maßgebliche Ursache ist.

Wir wohnen in Seckenheim in der Hauptstraße, bestehend aus alten Häusern, die alle große Gärten nach hinten haben. Ich habe in der Silvesternacht um 0.30 Uhr den Feinstaubgehalt im Garten gemessen. Er betrug 400 Mikrogramm pro Kubikmeter. In keinem der Gärten in der Nähe wurden Raketen abgefeuert, die nächsten in schätzungsweise 300 Metern Entfernung. Von daher ist ein Wert über 800 mitten in der „Kampfzone“ am Wasserturm plausibel. Dass am Neujahrstag der Wert am Wasserturm bei 47 Mikrogramm lag, mag stimmen. Auch in unserem Garten lag er an Neujahr etwas unter 50, was ja der zulässige Grenzwert ist. Es war am Morgen regnerisch und bei Regen und Wind werden die Feinstaubwerte deutlich gesenkt.

Das nützt aber einem unter COPD leidenden Menschen nichts, wenn er an Silvester unter Atemnot leidet. Oder wenn eben nicht zufällig Regen und Wind die Luft sauberer machen. Wobei 50 ja nicht gut ist, sondern gerade noch zulässig.

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2G1Bwnw