Leserbrief

Größere Opfer für Pressefreiheit

Zum Kommentar „Bedauerliche Missachtung“ vom 21. Mai:

Ich gratuliere Herrn Klotz sehr herzlich dazu, dass es für ihn angesichts aller aufgelisteten politischen Unwägbarkeiten wohl aktuell keine größere emotionale Aufregung geben kann, als die Verweigerung kostenloser Eintrittskarten zu einem Konzert-Event. Bedauerlich nur, dass er die Pressefreiheit missbraucht, um dieser persönlichen Verletzung einen entsprechenden Freiraum zu verschaffen. Der Entertainer Hugh Jackman wird dabei wenig subtil im eleganten Rundumschlag mit rechtsextremen Musikgruppen, dem Rapper Bushido und der AfD in Verbindung gebracht, desweiteren wird dem australischen Staatsbürger US-amerikanisches Eliteverhalten unterstellt.

Zurückhaltung gefragt

Für die Pressefreiheit wurden und werden jeden Tag weit größere persönliche Opfer gebracht, als der Verzicht auf einen kostenlosen Konzertzutritt. Es empfiehlt sich für heute Abend bei einem Glas Rotwein die Lektüre von Amnesty International zum Tag der Pressefreiheit und ein wenig emotionale Zurückhaltung, um den weltweit wirklich hart darum ringenden Kollegen den Stellenwert einzuräumen, den sie sich verdient haben. (Sibylle Keilbach, Ladenburg)

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2wmkCJl

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