Leserbrief

Leserbrief: Zum neuen Mobilfunksendemasten am Rande von Igersheim

Großer Freilandversuch

So zu sagen über Nacht wurde in Igersheim oberhalb der Bundesstraße nach Harthausen, knapp 300 Meter von der nächsten Wohnbebauung entfernt, ein Mobilfunksender von O2 aufgestellt.

Sendemasten mit weniger als zehn Metern Höhe sind genehmigungsfrei und können am Wunsch der Gemeinden, der Städte und der Anwohner vorbei aufgestellt werden.

Hintergrund der unzähligen Masten ist, dass jeder Betreiber sein eigenes Netz auf- und ausbaut.

Das heißt, wir sind sicher noch nicht am Ende der Fahnenstange angekommen. Der nächste Sender könnte bald vor Ihrem Haus pulsen.

Neben den ungewissen Gefahren für die Gesundheit sind die Anwohner durch eine Entwertung ihrer Immobilien betroffen und es können zusätzlich Kosten entstehen, wenn Abschirmmaßnahmen am Gebäude getätigt werden müssen.

Die Gemeinden und Städte haben kaum einen Handlungsspielraum die Bevölkerung vor diesen ungeprüften Technologien zu schützen. Genehmigt durch die Bundesregierung nehmen wir hier alle an einer großen Freilandstudie teil.

Aus umweltmedizinischer Sicht häufen sich schon länger Hinweise, dass es im zeitlichen Zusammenhang mit der Inbetriebnahme von Sendemasten zu einer Zunahme an Erkrankungen kommt. Studien, die zur Beruhigung der Bevölkerung in Auftrag gegeben wurden, entsprechen nicht den Beobachtungen aufmerksam gewordener Ärzte.

Auf Nachfragen beim Grundstückseigentümer aus Igersheim wurde uns sein Bedauern darüber ausgesprochen, dass wir jetzt eben leider ein Kollateralschaden wären.