Leserbrief

Gut ausgebildete Jugendliche sind die Zukunft

Zum Artikel „Demonstranten nehmen das GKM ins Visier“ vom 26. September:

Als interessierter, langjähriger Leser und Bezieher des „Mannheimer Morgen“ verfolge ich auch die Berichte des „MM“ über das Großkraftwerk Mannheim (GKM). Dabei wird für die Kommunikation von Forderungen zur totalen Abschaltung aller Anlagen, welche sowohl mit Kohle, wie jetzt auch zu lesen war, mit Gas betrieben werden könnten, im „Mannheimer Morgen“ viel Platz eingeräumt. Auch widerrechtlichen Besetzungen und Eingriffen, in fremdes Eigentum, von gewissen „Aktivisten“ wird im „Mannheimer Morgen“ viel Platz eingeräumt.

Es genügt nicht, immer wieder, nur „alles Abschalten“ zu fordern, ohne entsprechende sinnvolle Alternativen, neben Windkraft- und Solaranlagen, welche nicht allein die Kraftwerke ersetzen können, aufzuzeigen. Vernünftige Vorschläge sollten dann gemeinsam diskutiert und auf deren Machbarkeit überprüft werden. Dabei möchte ich nur ein Beispiel nennen: die Stabilität des sehr sensiblen deutschen Stromnetzes zu sichern.

Mehr Darstellung verdient

Ich gehe auch davon aus, dass viele der jungen Protestierer heute nicht das Leben hätten, für das ihre Eltern und Großeltern die Voraussetzungen schafften. Auch hat es keine einzige der Großmütter verdient, als Klima-Sau beschimpft zu werden. Deren Enkel waren noch nicht geboren, als diese Großmütter mit verhinderten, dass das geplante Atomkraftwerk in Wyhl am Kaiserstuhl gebaut wurde! Warum ich diesen Leserbrief schreibe? Ich meine, die vielen schweigenden und fleißigen Jugendlichen hätten mit den ausbildenden Firmen, einschließlich der IHK, mehr Darstellungen in der Presse verdient als die lautstarken mit Transparenten und Pappkartons unter den Armen herumschreienden „Aktivisten“. Nicht die „Aktivisten“ sind unsere Zukunft, sondern die gut ausgebildeten Jugendlichen!

Robert Koch, Wachenheim

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3jkjD3a

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