Leserbrief

Härteres Durchgreifen gefordert

Zum Artikel „Mit Plakaten für mehr Sauberkeit“ vom 7. August:

Wie naiv muss man eigentlich noch sein, daran zu glauben, eine zweite Plakataktion würde zu mehr Sauberkeit in der Stadt und auf den Planken beitragen. Leute, die ihre Abfälle immer ordentlich entsorgen, brauchen keine Plakate. Für die Mehrheit der Bewohner sind sie bedeutungslos! Mit schönen Reden und großen Feiern ist es halt nicht getan.

Man wünscht sich an der zuständigen Stelle Personen mit neuen Ideen, die auch sichtbare Verbesserungen mit sich bringen. Das betrifft nicht nur die Planken. Siehe Wasserturmanlage! Eine Schande!

Ich erinnere mich noch an Zeiten, als ein „Schütz“ in der Anlage unterwegs war. Da hätte niemand gewagt, auch nur einen Fuß auf den Rasen oder gar in eine Rabatte zu setzen. Ordnung und Freiheit sind halt Begriffe, die sich heute nicht mehr so gut vertragen. (Ruth Kirchner, Mannheim) 

Ein Dankeschön an Christian Schall für seinen Kommentar zu dieser unsinnigen Plakataktion der Stadt Mannheim. Was die Verwaltung noch nicht verstanden hat: Sie hat zu handeln, nicht zu „bitten“. Toleranz hört stets da auf, wo anderen geschadet wird. Und dies ist in Mannheim mittlerweile Alltag. Selbstverständlich kann eine Stadt das rücksichtslose Verhalten von Bürgern (die Nationalität ist völlig egal) ändern. Das ist woanders schon passiert.

1. Sauberkeit muss in jedem Mannheimer Stadtteil das Ziel sein, nicht nur auf den Planken. Vorschlag: Die Strafen drastisch erhöhen und endlich den Ordnungsdienst und die Polizei personell aufstocken! Nur so sind regelmäßige Kontrollen statt nur „Schwerpunktaktionen“ möglich (auch nachts).

2. Mein Vorschlag für mehr Sauberkeit und weniger Störenfriede in Grünanlagen. Wieder den „Schütz“ einführen. Das war früher jener grün gekleidete Mann, der auf seinem Fahrrad die Grünanlagen und Spielplätze abfuhr, für Ordnung sorgte und Uneinsichtige direkt von der Polizei abholen ließ. Vor dem „Schütz“ (könnte heute natürlich auch eine Frau sein) hatten alle Respekt.

3. Wie es in anderen Ländern (Großbritannien, Frankreich) üblich ist, könnte man Grünanlagen einzäunen und abends abschließen. Das kann durchaus optisch ansprechend gestaltet werden. In Paris oder London ist das der Fall.

4. Auf Mängelmelder sollte die Stadt endlich reagieren. Bereits vor zwei Jahren hatte ich gewisse Zustände auf einem Grundstück des Landes gemeldet, kürzlich wieder nachdem jetzt auch Ratten aufgetaucht waren. Passiert ist nichts.

5. Ecken- und Wildparker konsequent wie in anderen Städten abschleppen lassen (auch nachts), statt nur recht „preisgünstige“ Strafzettel zu verteilen. Und auch das passiert nur tagsüber, wenn der Ordnungsdienst im Dienst ist.

6. Nachtruhe. Dem Interview mit dem Nachtbürgermeister konnte ich entnehmen, dass die Stelle des jungen Mannes aufgestockt wurde und er auch ins weit entfernte Ausland verreisen darf. Nicht lesen konnte ich, dass für die Anwohner im Jungbusch endlich wieder nächtliche Ruhe eingekehrt ist.

Es gibt also offensichtlich weiter keine Sperrzeiten für Bars und andere Lokalitäten (siehe Heidelberger Altstadt). Ja, Mannheim ist halt tolerant. Das Ausgehverhalten junger Menschen zählt mehr als das Schlafbedürfnis der Bürger. (Dorothea Tilger, Mannheim) 

Ich bin jeden Vormittag in der Stadt unterwegs, aber dass die Planken sauberer sein sollen, ist mir nicht aufgefallen. Sie sind nach wie vor stark verschmutz: Überall liegen Kippen, Verpackungsmaterial und Essensreste herum. Es ist nicht nachvollziehbar, dass so viele ihren Müll auf den Boden werfen. Es müsste viel mehr kontrolliert werden und die Strafen müssten auch höher ausfallen.

Auch sind ständig Radfahrer sowie Transporter und Pkw in den Planken unterwegs. Viele stellen ihr Auto ab und gehen zum Einkaufen. Die Polizei unternimmt nichts dagegen. Auch die Radfahrer werden von der Polizeibehörde nicht angehalten. Die Querungen werden regelmäßig als Abkürzung benutzt. In anderen Städten funktioniert das alles gut, warum schafft Mannheim das nicht auch? (Petra Rothmeier, Mannheim) 

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2Z19XE6

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