Leserbrief

Hauptsächlich ein Pressesprecher der Regierung

Zum Kommentar „Tödliches Risiko“ vom 29. Mai:

Auch Thomas Spang gehört zu den „MM“-Kommentatoren, die über den demokratisch gewählten Präsidenten der USA in übelster Weise herfallen und ihn diesmal als Horrorclown im Weißen Haus bezeichnen – wahrscheinlich in Übereinstimmung mit dem Bundespräsidenten, der ihn als Hassprediger bezeichnet hat.

Leider hat es auch Merkel versäumt, ein einigermaßen tragfähiges Arbeitsverhältnis mit Trump herzustellen. Es gibt keinerlei Kommunikation zwischen den beiden. Politisch gesehen ist es natürlich eine große Dummheit, den aktuellen Präsidenten der USA, der wahrscheinlich auch der nächste sein wird, in dieser Weise abzuqualifizieren.

USA sitzen am längeren Hebel

Es wird sich nach erfolgter Wiederwahl von Trump im November zeigen, wer politisch und wirtschaftlich am längeren Hebel sitzt. Ich kann mir vorstellen, dass dies eher die USA sein werden. Der Nachfolger von Merkel kann sich dann damit beschäftigen, die Scherben wieder zusammenzukehren. Anstatt sich ständig an den drei Standard-Bösewichten, Trump, Putin und Orban abzuarbeiten, sollte sich ein angeblich kritisches Presseorgan wie der „MM“ auch kritisch mit der Politik im eigenen Land beschäftigen und nicht hauptsächlich als Pressesprecher der Regierungen agieren.

Franz Grossmann, Mannheim

Zum Thema