Leserbrief

Hinweise auf Bedrohung fehlen

Zum Kommentar „Es geht alle an“ vom 2. Juli:

Beim Lesen des Kommentars von Ulrike Bäuerlein zum Thema Antisemitismus beschlich mich – wie so oft bei unseren mehrheitlich linken Medienleuten – wieder mal das Gefühl, dass hier der grün-rote Mainstream-Journalismus in besonders dreister Art und Weise einfachste kausale Zusammenhänge leugnet.

Den Ausgang der starken Zunahme des Antisemitismus verortet Bäuerlein im Internet. Dazu darf ein Hinweis auf einen AfD-Abgeordneten nicht fehlen.

Das war es an Analyse. Kein Hinweis darauf, dass mehrere Studien (wie zum Beispiel die große EU-Studie zum Antisemitismus) zum Ergebnis kamen, das sich unsere jüdischen Mitbürger ganz überwiegend von muslimischen Zuwanderern bedroht fühlen. Welcher jüdische Mitbürger traut es sich noch, mit der Kippa durch die Innenstädte gerade in Großstädten zu gehen?

Schaffen das die Medien?

Hat die Autorin wirklich nichts von den Zuständen in Frankreich mitbekommen (mehrere Foltermorde an Juden durch muslimische Nachbarn) oder davon, dass immer mehr französische Juden nach Israel auswandern? Warum wohl?

Kein Wort darüber, dass auch der linke Antisemitismus zunimmt. Wie sagte unser ehemaliger Bundespräsident Joachim Gauck kürzlich bei Markus Lanz sinngemäß: „Wir sollten schon darüber sprechen, was es heißt, wenn Menschen zu uns kommen, die in ihren Ländern bereits mit der Muttermilch vermittelt bekommen, dass Juden Untermenschen sind“. Ob das auch unsere überwiegend linken Medien schaffen?

Uli Martin, Bad Dürkheim

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/32l0dmZ

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