Leserbrief

Hochachtung für dauerhaften Einsatz

Zum Artikel „Es entstanden dramatische Situationen“ vom 6. Juli:

Ich habe die Fernseh-Sendung 37 Grad mit großem Interesse angesehen, da ich mich jetzt in der Neckarstadt West bei „Amalie“ sehr engagiere und als Mannheimer etwas mit der Lebenssituation in der Neckarstadt-West vertraut bin.

Ich kann den drei Protagonisten der Sendung Julia Wege von „Amalie“, Diakonie, Stefan Semel vom Aufwind und Peter Deffaa von der Neckarschule nur meinen Dank und meine Hochachtung aussprechen für ihr andauerndes und ausgezeichnetes Engagement in der Neckarstadt West für die Menschen dort aussprechen. Die Leistungen der Stadt Mannheim, des Bürger-Quartiermanagements, der Neckarstadt-Kids und vieler anderer Initiativen für die Menschen bleiben daneben bestehen und sind sinnvoll und müssen nur weiterausgebaut werden.

Leben der Menschen verbessern

Die Wunden, in die der Film die Finger legt, gilt es zu analysieren und gemeinsam vermehrt neue Anstrengungen zu unternehmen, um das Leben der Menschen in der Neckarstadt West zu verbessern. Das Vorhandensein der Prostitution in der Neckarstadt-West, Lupinenstraße und andere Orte, ist mit dem Leitbild der Stadt Mannheim², dem dritten strategischen Ziel „Geschlechtergerechtigkeit, Menschenwürde der Frau (Art.1 GG u. Art. 3 GG keine Benachteiligung aufgrund des Geschlechtes)“, nicht vereinbar. Wie Julia Wege in dem Bericht sagte „Ich schäme mich für Deutschland, dass wir hier ein Paradies geschaffen haben für billigen Sex, aber nicht die Verantwortung tragen möchten für die Frauen, die hier traumatisiert und ausgebeutet werden“, so schäme ich mich als Mannheimer, dass wir Bürger solche Menschenrechtsverletzungen zulassen.

Wir dürfen die menschenunwürdige Prostitution nicht tolerieren. Ebenso wenig die Kinderarmut und die schlechte, überteuerte Wohnsituation. Darauf haben uns die Protagonisten dieser Sendung hingewiesen.

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3gmcGNu