Leserbrief

Hoffnung auf ablehnende Haltung

Zum Artikel „Kommen noch mehr Leute, ist das Gebiet bald zerstört“ vom 13. Januar:

Wie viele Menschen und auch Fahrzeuge aller Art will man dem Waldpark eigentlich noch zumuten? In den Sommermonaten ist der Waldpark schon derart aus- oft sogar überlastet, dass es weder für die Natur, noch für die im Zufahrtsbereich des Waldparks (Strandbad, Stollenwörthweiher und Silberpappel) wohnenden Menschen akzeptabel sein kann, dort für noch mehr „Unruhe“ zu sorgen.

Mehr Infrastruktur (Radwege, Parkplätze und Mülleimer) ist doch in den derzeit vorhandenen Bereichen nicht möglich, ohne weitere Eingriffe in die Natur vornehmen zu müssen. Die Bürger, die eine Forderung nach „Mehr“ stellen, wohnen mit Sicherheit nicht in diesen Bereichen. Es ist super, woanders zu feiern, aber nicht vor meiner Haustür.

Sog birgt Gefahren

Dann noch das Thema: Hundebadestrand. Auch hierzu sollte festgehalten werden, dass an den erwähnten warmen Tagen ganze Gruppen mit Kindern, Kleinstkindern die Silberpappel belagern und auch dort baden. In den Abend- und Nachtstunden werden dort Partys gefeiert und auch hier wird gebadet. Logischerweise gehen auch die Hundehalter mit ihren Hunden an diesen „Strand“, der Zugang zum Strandbad ist denen, im Gegensatz zu allen Zweibeinern, ja verwehrt. Wenn es darum geht, Hunde vor dem Sog in der Flut zu schützen, dann sollten zuerst mal die Erziehungsberechtigten der vor Ort badenden Kindern/Jugendlichen auf die Gefahren hingewiesen werden.

Ein Mehr an Mülleimern würde die Situation der Sauberkeit ebenfalls nicht verbessern. Zum Glück gibt es im Waldpark einen Herrn, der ehrenamtlich agiert und eine Unmenge an Müll einsammelt und der bestimmt bestätigen kann, dass dieser Müll fast ausschließlich durch Menschen und nicht durch Hunde verursacht wurde. Zum Schluss sollten die Befürworter die sanitäre Situation mit all ihrer Auswirkung bedenken. Hoffentlich bleiben die Verantwortlichen der Stadt Mannheim und auch des Regierungspräsidiums Karlsruhe bei ihrer ablehnenden Haltung.

Ich gehöre ganz bestimmt nicht zu den Bürgern, die das alles plattmachen wollen ... Es soll bitteschön so bleiben! Ich höre das übrigens zum ersten Mal. Sind es wirklich so „viele Bürger“? Ich hoffe nicht. Steffen Sandermann, Mannheim

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2RhktRK