Leserbrief

"Ich liebe nicht mehr dieses Seckenheim"

Zum Thema: "Ich liebe Seckenheim"

Als ich die letzte Woche die Autobahn verlassen habe und in Richtung Seckenheim fuhr, war auf einem Banner die Aufschrift zu lesen: "Ich liebe Seckenheim." Ich konnte das nicht glauben. Ich bin in Seckenheim geboren, und liebte auch das Seckenheim, aber heute nicht mehr. Die Umgehung, alle Verkehrsinseln, die Seitenwege und die Einfahrt der Offenburger Straße kann man nur sehen, wenn man weiß, wo sie ist - zwischen Unkraut und Gestrüpp. Es geht auch anders, siehe Ilvesheim: sauber und gemäht.

Die Offenburger Straße ist eine Hoppel-Piste - katastrophal. Am Ende der Straße ist der Übergang zum Schloss, der wird schon eineinhalb Jahre repariert. Eine Schande. Jetzt muss man die Hauptstraße entlang laufen bis zur Kirche und die Ampel benutzen. Denkt eigentlich niemand an die älteren Leute, die diesen Umweg machen müssen? Dass die Schloss- Gaststätte sich dies gefallen lässt, ist unbegreiflich. Was ist los? Wo gibt es das?

Die Schwabenstraße: ein Desaster. Aber das allerschlimmste ist unsere Hauptstraße. Mit gut Glück kommt man ohne Unfall durch. In der Schiene der Radweg: Da muss man sich an den Kopf greifen. Mein Enkel, der zu Besuch war, ist in die Schienen gekommen, er war verletzt, das Rad kaputt. Wer ist für diesen Mist zur Rechenschaft zu ziehen?

Wenn mein Mann so geplant hätte, wäre er entlassen worden.

Jetzt wird behauptet, es sei kein Geld da. Doch das Geld war da, aber es wurde nicht abgerufen.

Wer ist jetzt schuld? Die Bürger? Die Politik? - Nein, ich liebe nicht mehr dieses Seckenheim.