Leserbrief

Zum Thema Bus-Verspätungen auf der Heddesheimer Linie 629

Ideen für einen besseren Fahrplan

Schon seit Jahren gibt es Beschwerden über die häufigen Verspätungen auf der Buslinie Heddesheim - Großsachsen. Das ist auch kein Wunder, man muss sich nur einmal den Fahrplan der Linie 629 näher anschauen:

Der Bus startet demnach zur Minute 10 in Großsachsen. Nach 14-minütiger Fahrt über Heddesheim-DB-Bahnhof und -Nord erreicht er die Endstelle Heddesheim, um ohne Pause (zur Minute 25) in Richtung Großsachsen über Leutershausen zu starten. Dafür werden dem Bus zehn Minuten gegönnt - kaum zu schaffen. Anschließend geht es sofort (zur Minute 36) zurück über Leutershausen nach Heddesheim, dieses Mal mit 13 Minuten Fahrzeit. Und dann (zur Minute 50) - wieder ohne Pause - geht es weiter über Heddesheim-Nord und DB-Bahnhof nach Großsachsen, wo der Bus zur Minute 04 ankommen soll. Der Bus "rast" also 54 Minuten lang mit knappen Fahrzeiten zwischen Heddesheim und Großsachsen hin und her. Das ist zwangsläufig verspätungsanfällig.

Was kann man ändern?

Man könnte diese Linie verkürzen, zum Beispiel die Fahrten nach Leutershausen dort enden lassen und nicht bis Großsachsen weiterführen. Das spart Fahrzeit und liefert Zeitpuffer. Man könnte den "umherrasenden" Bus der Linie 629 mit dem "entspannt fahrenden" Bus der Linie 627 (nach Ladenburg) fahrplanmäßig kombinieren. Mit zwei Bussen auf zwei kombinierten Linien lassen sich gute Pufferzeiten schaffen. Allerdings würde diese Lösung teilweise neue Fahrpläne erfordern, die wohl erst nach Ende des laufenden Vertrages im Dezember 2017 bei einer Neuausschreibung (kostenneutral) realisiert werden könnten.

Es gäbe eine weitere Lösung: Wenn in Mannheim die Stadtbahn-Nord fertiggestellt ist, wird die Straßenbahnlinie 4 nicht mehr nach Käfertal - Heddesheim, sondern in die Mannheimer Gartenstadt fahren. Bei dem dann ab Dezember 2016 nötigen neuen Bahnfahrplan der neuen Linie 5A könnte man durch eine Taktverdichtung erreichen, dass die Busse der Linie 629 immer einen zeitnahen Bahnanschluss in Heddesheim haben. Die Taktverdichtung der Bahn wäre dabei sicherlich nicht zum Nulltarif zu haben.

Und die vierte Möglichkeit: Man lässt alles, wie es ist - und es bleibt bei den nicht vermeidbaren Verspätungen. Dann zahlen die Gemeinde und der Kreis weiterhin viel Geld für eine Buslinie, die immer wieder Ärger bei den Fahrgästen verursacht.