Leserbrief

Impfung gegen Autofahren

Zum Artikel „Bußgelder und Kita-Ausschluss“ vom 6. Mai:

Die Diskussion um die Impfpflicht bei Masern und anderen Kinderkrankheiten ist völlig irrational und aufgeplustert. Jede Person, die sich vor Masern schützen möchte, kann dies durch eine eigene Impfung tun. Kein ungeimpfter Mensch kann geimpfte Menschen schädigen. Das Erkrankungsrisiko trifft nur die Ungeimpften. Herr Spahn sollte sein Rettungsbedürfnis bei den Opfern von Autofahrern und Motorradfans ausleben. Denn vor allem diese Fahrer gefährden andere, unschuldige Menschen (und sich selbst) und ihre Tötungs- und Invaliditätsquote ist wesentlich höher als jene bei Masernerkrankten. Eine Impfung gegen Autofahren wäre doch erstrebenswert? Und eine Gesundheitsministerin, die von Gesundheit, Wissenschaft und Statistik eine Ahnung hat! (Margot Klein, Mannheim)

Wenn Herr Spahn die Impfpflicht gegen Masern einführen will, ist dies übergriffig und ein wesentlicher Eingriff in die Persönlichkeitsrechte von uns Bürgern, die der Eltern, in das Recht selbst darüber bestimmen zu können, wogegen sie sich beziehungsweise ihre Kinder impfen lassen wollen. Die Eltern werden entmündigt, dürfen nicht mehr selbst entscheiden und sollen noch Bußgeld zahlen, wenn sie ihre Kinder nicht impfen lassen – wie bequem, um wieder einmal dem Bürger tief in die Tasche greifen zu können. Sie werden sanktioniert und die Kinder sind die Leidtragenden. (Marliese Hanßen, Ladenburg)

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2JkNGcU