Leserbrief

Zum Thema Bundesgartenschau

Investitionsstau beseitigen

Bevor Herr Faas, Geschäftsführer der Heilbronner Buga-GmbH, die Bundesgartenschau Mannheim 1975 als "Heile-Welt-Gartenschau" bezeichnet, sollte er sich, wie es für eine Person in seiner Position normal sein sollte, über die damalige Situation i informieren. Zu der damaligen Zeit heftete an Mannheim der Makel einer dreckigen Industriestadt. Außerdem war der Zustand der beiden Stadtparks, na ... sagen wir es vorsichtig "ausreichend". Die Erwartungen an eine BUGA 2023 sind die gleichen wie zur Bundesgartenschau 1975... nämlich Stadtentwicklung. Der Zuschlag zur Bundesgartenschau 1975 brachte aus DAMALIGER Sicht eine städtebauliche Veränderung in Gang. Wohnen im Grünen am Herzogenriedpark, Bebauung des Neckarufer Nord mit Einbeziehung der Alten Feuerwache, Collini-Center, Planetarium, Verbesserung der Infrastruktur. Außerdem wurde darüber diskutiert, ob der "Aerobus", der die beiden Parks verband, als Ergänzung für den ÖPNV geeignet wäre. Die Bundesgartenschau Mannheim 1975 brachte der Stadt und Region eine der schönsten Parkanlagen Europas.

Aber was bringt uns die BUGA 2023: Ein naturbelassenes Gebiet soll verändert werden und mit einen Gebiet zusammengebracht werden, wo noch niemand weiß, was die amerikanische Armee uns hinterlassen hat. Nach Ende der BUGA 2023 ein weiteres Areal, das unterhalten werden muss... Konkurrenz zu Luisenpark/Herzogenriedpark. Wer soll das bezahlen! Haben wir in Mannheim im Moment keine größeren Probleme, die bewältigt werden müssen. Es wäre besser, den Investionsstau in unseren Stadtparks zu beseitigen... diese noch besser zu gestalten und so eine permanente Gartenschau zu haben. Außerdem müssen die freigewordenen Areale mit den zum Teil vorhandenen Wohnung entsprechend entwickelt werden. Der ÖPNV ist entsprechend auszubauen (noch nicht alle Haltestellen in Mannheim sind barrierefrei! Thema: Altersstruktur!). Und wenn dann noch Geld übrig ist, so sollten die Schulen für zukünftige Generationen fit gemacht werden.