Leserbrief

Leserbrief: Zu "Gemeinderat lehnt Funkturm erneut ab"

Keine politische Kultur

Wie am Mittwoch 8. April den FN zu entnehmen war, hat der Gemeinderat Lauda-Königshofen in einer Sondersitzung den Antrag eines Mobilfunkunternehmens zur Errichtung eines Funkturmes im Stadtteil Heckfeld erneut abgelehnt. Bürgermeister Maertens und Stadtrat Strube stimmten mit Ja. Zehn Stadträte votierten dagegen, 20 Stadträte enthielten sich der Stimme. Ich empfinde es als "Farce", dass 20 vom Bürger gewählte Volksvertreterinnen und Volksvertreter nicht in der Lage sind, sich für ein klares "Ja" oder "Nein" zu entscheiden. (Nicht Fisch und nicht Fleisch). In der kommunalpolitischen Geschichte der Stadt Lauda-Königshofen ein Novum und zeugt von keiner politischen Kultur. Auch ich gehörte einmal 15 Jahre diesem Gremium an, aber eine Zwei-Drittel- Enthaltung habe ich nie erlebt. Wie praktisch, dass man sich vor der Kommunalwahl dieser Enthaltung bedienen kann, da man ja offensichtlich über keine eigene Meinung verfügt. Ich frage mich allen Ernstes, ob es einen Sinn ergibt, bei der nächsten Wahl einer Gemeinderatskandidatin oder einem Kandidaten mit einer derartigen Einstellung meine Stimme zu geben.

Herrn Maertens schlage ich vor, bei extremen Entscheidungsvorgaben den kommunalen "Hammel-sprung" für die Stadträtinnen und Stadträte einzuführen - nach dem Vorbild des Bundestages.