Leserbrief

Kindern den Planeten erhalten

Zum Thema SUV:

Warum interessiert es niemanden in der Berichterstattung über SUVs, dass zum Beispiel unser SUV Euro-6-Norm hat und einen Durchschnittsverbrauch von 7,5 Liter. Außerdem haben wir uns dieses Auto ausgesucht unter der Prämisse, dass es bequem ist, einen großen Laderaum hat und uns die Möglichkeit bietet, drei Kindersitze auf der Rückbank unterzubringen.

Nur als Beispiel: Ich hatte acht Tage einen Leihwagen (600 Kubikzentimeter) in kleinster Ausführung, Benziner, mit einem Verbrauch auf der gleichen Strecke von zwölf Liter. Wo sind hier die Kritiker?

In einer Ausgabe haben Sie vier Unfallberichte von Pkw-Unfällen gedruckt, jedoch nur bei einem Bericht natürlich wieder den Typ des Wagens angegeben: SUV. Was soll dies, es artet schon in eine Hetzkampagne gegen diese Wagen aus. Hier vermissen wir Sachlichkeit und Sachverstand.

Außerdem verursachen nicht nur SUV Unfälle. Im letzten Jahr sind zwei Personen ums Leben gekommen in unserem Rhein-Neckar-Kreis – Unfallverursacher waren Lkw. Auch mit anderen Bussen oder Pkw sind tödliche Unfälle passiert. Es ist egal, welchen Typ von Fahrzeug es betrifft, es ist immer furchtbar, wenn es zu Todesfällen kommt.

Zu geringe Stromerzeugung

Wir sind eine sehr umweltbewusste Familie und haben sieben Enkelkinder, denen wir diesen Planeten erhalten wollen. Schon seit Jahren benutzen wir auch im Ausland keine Plastiktüten mehr, wir nehmen keine Pflanzenschutzmittel für unseren Garten und unterstützen auch die Bienenzüchter. Unser Haus haben wir ebenfalls umweltfreundlich umgebaut, Solarzellen auf dem Dach, bereits jetzt schon die Heizung nach den neuen Umweltrichtlinien umbauen lassen und auch die Fenster in Dreifachverglasung ausgetauscht.

In den Urlaub fahren wir zwar mit dem Auto, nehmen jedoch unsere Räder mit und fahren dort und auch zuhause fast alles mit dem Rad. Ich kaufe fast ausschließlich Bio-Ware, bestelle kaum etwas online (siehe Fahraufkommen durch Zulieferer), sondern kaufe in Geschäften und bei Bauern in unserer Nähe. Außerdem brauche ich keinen Coffee-to-go. Ich trinke meinen Kaffee zuhause in einer Tasse oder nehme mir die Zeit für einen Kaffee im Café.

Wir haben vor einiger Zeit einen Hybrid-Pkw kaufen wollen und sind diesen Probe gefahren. Wir mussten jedoch erkennen, dass trotz voller Aufladung eine Reichweite von 25 Kilometer (Stromladung) und ein Verbrauch von zehn Liter (Umstellung auf Benzin-Motor) keine Alternative darstellt.

Professor Harald Lesch hat erwähnt, dass die Bundesrepublik Deutschland im Jahr 35 Gigawatt Strom erzeugt, für eine Million E-Fahrzeuge wären 350 Gigawatt Strom nötig. Auch die neuen Wasserstoff-Wagen (übrigens ein SUV, den Sie am 21. September in dieser Zeitung anpreisen), worin wir eine Zukunft sehen, sind sehr teuer und man hat bis jetzt an sehr wenigen Tankstellen die Möglichkeit, Wasserstoff zu tanken.

Weniger online bestellen

Ich wünsche mir, dass Sie mehr über das, was uns fehlt, berichten: Besserer Ausbau der Stromversorgung, Unterstützung der Selbstständigen, indem wir weniger online bestellen, damit das Leben in Städten wiederbeleben und Arbeitsplätze schaffen.

Besserer Nahverkehr mit Bus und Bahn, damit die Arbeitnehmer nicht mit Ihren Pkw zur Arbeit müssen. Außerdem sollte man nicht außen vor lassen, dass der Bau von Batterien die Umwelt stark belastet und die Entsorgung ebenfalls ein Problem darstellt. Man muss am Anfang beginnen – nicht am Ende!