Leserbrief

Kirchen fehlten in „Heimat“-Heft

Zur Heimat-Beilage vom 3. Juli:

Ich habe mich gefreut, dass der „Mannheimer Morgen“ eine Sonderbeilage mit dem Titel „Meine Heimat“ veröffentlicht hat. Meine Freude wurde getrübt, als ich sah, dass unter den vielen interessanten Beiträgen keiner zu finden war, der auf die Mannheimer Kirchen Bezug nahm.

Es gibt 50 davon, und für viele Mannheimer sind sie auch Heimat. Ein Versehen des Verlags? Oder übertriebene politische Korrektheit? Dann hätte man vielleicht auch nicht das Bild der Mannheimer Moschee bringen müssen. Sie ist sicher ein wichtiger Bestandteil im Miteinander der Mannheimer, aber die Kirchen sind es eben auch. Und als Abbildungen, auch mit Hinweisen auf ihre Geschichte, hätten sich die Christuskirche, die Jesuitenkirche und die Schlosskirche sicher auch gut geeignet.

Historie hätte gut gepasst

In der Letzteren hat Mozart musiziert. Dass der Stifter der Jesuitenkirche, Carl Philipp, ehe er nach Mannheim kam, in Innsbruck lebte, und die dort an seinem Hof lebenden Jesuiten mit ihm hierher kamen, ist eine nicht allzu bekannte Historie, und sie hätte auch gut gepasst in die Sonderbeilage. Und ebenso, dass die Christuskirche ursprünglich dort gebaut werden sollte, wo heute die Kunsthalle steht. Wollte der Verlag eine bestimmte Seitenanzahl nicht überschreiten?

Oder hat der Redakteur einfach vergessen, dass auch Kirchen zu „Heimat“ gehören?

Roland Bardy, Mannheim