Leserbrief

Klein-Klein im Kampf gegen Diskriminierung

Zum Artikel „Streit über Rassismus bei Jim Knopf“ vom 18. September:

„Jim Knopf und die wilde 13“ ist eines der schönsten Kinderbücher und kann als Musterbeispiel für die Begegnung von unterschiedlichen Kulturen und für Toleranz gelten. In diesem Märchen geht es um den Kampf von Gut und Böse, bei dem zum Glück das Gute siegt und sich sogar der hässliche und böse Drache zum wunderschönen Lichtwesen verwandelt.

In der kindgerechten Dialektik des Buches ist es natürlich wichtig, auch das Böse darzustellen, das ja in der realen Welt viel zu oft die Oberhand behält. Der Versuch, dieses Buch zu zensieren, ist mal wieder ein Musterbeispiel für das Klein-Klein Weniger, die sich in dem Kampf gegen Diskriminierung verlieren. Ich finde, dass es in dieser Welt sehr viel Wichtigeres gibt, um Diskriminierung in Schranken zu weisen, als der Kampf um Sarotti-Mohren und Jim Knopfs. Übrigens, ich habe es genossen, in Bamberg ins traditionsreiche Mohrenhaus zu gehen und dort eine Mohrenmischung zu genießen.

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3cvkX0D