Leserbrief

Klimaänderungen waren noch nie so schnell

Zum Thema Klimawandel:

Wissenschaftler streiten ständig, wenn es um den Klimawandel beziehungsweise die Erderwärmung geht. Computer-Simulationen und Labor-Experimente, bei denen unter einer Glas-Kuppel die Auswirkungen von CO2 und anderen Treibhausgasen gemessen werden, sind für die Klima-Leugner noch lange kein Beweis dafür, dass CO2 klimaschädlich ist.

Jede Seite hält die andere Seite für dumm und lacht sie aus. Veränderungen in so kurzer Zeit gab es in der Erdgeschichte noch nie. Die jährlich rund 40 000 000 000 Tonnen CO2, die weltweit in die Luft geblasen werden, bleiben für Hunderte von Jahren dort und addieren sich immer wieder neu dazu. Das hat Folgen – die Details sind bekannt.

In den letzten 2000 Jahren waren Klimaänderungen eher lokale Ereignisse. Die weitgehend durch Menschen verursachte CO2-Emissionen als Ursache für die Erderwärmung ist nun ein globales Problem. Im Gegensatz zu vorangegangenen Episoden. Eisflächen gehen verloren, Permafrostböden tauen auf und setzen Methan frei. Die Weltmeere werden wärmer und gasen CO2 aus, beziehungsweise nehmen kein weiteres mehr auf. All diese positiven Rückkopplungs-Effekte (und noch etliche mehr) verstärken diesen Prozess, bis das System kippt.

Besonders beim Diesel und bei der Braunkohle werden auch giftige Substanzen freigesetzt. Tausende sterben daran – jedes Jahr. Die Polkappen der Erde sind unsere Lebensversicherung: Stellt man ein Zehn-Liter-Gefäß auf den Herd, die Hälfte wird mit Wasser gefüllt, der Rest mit Eis-Stücken. Die gemessene Temperatur ist null Grad Celsius. Jetzt wird der Herd eingeschaltet. Lange Zeit ändert sich die Temperatur des Wassers nicht, obwohl die Herdplatte glühend heiß ist. Erst, wenn das letzte Stück Eis geschmolzen ist, steigt die Temperatur. Bei der Erderwärmung geschieht nichts anderes: Ist das letzte Eis geschmolzen, steigt die Temperatur rasant an und natürlich steigt auch der Meeresspiegel – um bis zu 70 Meter.