Leserbrief

Leserbrief Zum Leserbrief „Kniefall der Politik vor dem Konzern-Lobbyismus“ (FN, 17. September)

Kniefall vor Klima-Lobbyismus

Sehr geehrte Frau Monika Diez, das ist Kniefall vor dem Klima-Lobbyismus. Sie nennen sich Aktivistin. Der Hambacher Forst soll nicht für Braunkohle gerodet werden. Allerdings waren Sie im Creglinger Klosterwald nicht aktiv, als hundertjährige Bäume dem Windkraft-Wahn zum Opfer fielen. In keinem Leserbrief haben Sie gegen die brutale Zerstörung tropischer Urwälder protestiert. Sie könnten in aller Welt Wälder retten, die 1000 mal größer sind als der Hambacher Forst. Ihre Umweltschutz-Aktion ist global bedeutungslos.

Ihr Aktivismus geht allein gegen den RWE-Konzern. Wie Ministerpräsident Kretschmann sonderbarerweise als wichtigste Erkenntnis aus Kalifornien zurückbrachte, kann mit dem Klimaschutz sehr viel Geld verdient werden.

Sehr geehrte Frau Diez, Sie wehren sich mit anderen Aktivisten auf unterstem Niveau gegen den alten Energieriesen RWE, lassen sich aber gleichzeitig von den neuen Energiewende-Riesen unkritisch vor deren Klima-Lobbyismus-Karren spannen. Ist Ihnen das denn nicht bewusst? Sie selbst machen doch den Kniefall vor diesen Konzernen, die mit der Illusion „Klimaschutz“ Personen wie Sie aktivieren können, für milliardenschweren Umsatz. Weiter frei von Sachkenntnis, kennen Sie auch die neuen Erkenntnisse zum Klimawandel nicht. Sie wüssten sonst, dass die Klimaabkühlung bereits eingesetzt hat, die Schmelze Grönlands dadurch gestoppt und die arktische Eisfläche auch 2018 weiter angewachsen ist. Ihr Aktivistendasein ist somit gänzlich ohne Sinn.

Seien Sie froh, dass man Sie aus dem Hambacher Forst wieder in die warme Stube bringt. Es ist zu Ihrem Schutz, denn die Winter werden seit Jahren nachweislich wieder strenger.