Leserbrief

Kniend um Verzeihung bitten

Zum Artikel „Schüler holen sich den ersten Platz“ vom 24. Juli:

Meine Schwester geht in ihr 63. Lebensjahr. Damals, als 1957 Geborene, durfte sie nicht mit den „gesunden Kindern“ in den Kindergarten. Im Kleinkindalter kam sie damals in die Eugen-Neter-Schule, in der sie bis zu ihrem 18. Lebensjahr bei Frau Gamer behütet Kind sein durfte. Damals war der Trampelpfad schon für ein Kind höchst gefährlich und unzumutbar, aber es waren ja nur „diese Kinder“. Da hat sich der damalige Verantwortliche einen Teufel drum geschert – so wie der Heutige.

Das macht mich wütend

Jetzt, nach mehr als fünf Jahrzehnten, lese ich im „MM“, dass die Kinder immer noch keinen geschützten Weg zur Schule haben. Das macht mich wütend. Die Damen und Herren unserer Stadt sollten endlich ihren Hintern aus ihren bequemen Stühlen in beheizten, klimatisierten, trockenen Büros mit Teppichboden heben und sich der Verantwortung stellen. Jeder Verantwortliche – seit 50 Jahren – müsste kniend um Entschuldigung und Verzeihung bitten.

Margarete Schramm, Mannheim

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