Leserbrief

Leserbrief zur Müll-Problematik: Verantwortliche der AWN müssen Klarheit schaffen

Komplizierte Verflechtungen aufdröseln

Je tiefer wir in die Gemengestruktur der AWN eindringen, um so mehr Ungereimtheiten, in Form von Aussagen und faulen Verträgen, treten zutage. Es wäre jetzt für die Verantwortlichen der AWN, so auch des Aufsichtsratsvorsitzenden Achim Brötel, an der Zeit, die komplizierte Verflechtung und Firmenstruktur einmal aufzudröseln, um Klarheit zu schaffen, wer für was auf der Sansenhecke eigentlich die Verantwortung trägt.

Es ist ein "diffuses" Gemenge an Firmen zu erkennen, die sich gegenseitig in die Tasche arbeiten. Nur wer ist schlussendlich dafür verantwortlich, wenn etwas schief läuft? Wahrscheinlich keiner, da die Zuständigkeitsnormen nicht erfüllt wurden. Dr. Ginter muss jetzt zur Verantwortung gezogen werden, um seiner Rolle als Geschäftsführer gerecht zu werden. Für was und wen Dr. Ginter Geschäftsführer ist, müsste allerdings zuerst geklärt werden.

Von den Kreisräten und anderen Aufsichtsräten kann man zwar auch Aufklärung erwarten, aber wenn schon dem Gemeinderat der Stadt Buchen ein Maulkorb verpasst wurde, indem man einen "Altvertrag für die MBA" aus der Kiste holt und ihn für alle Zeiten gültig sein lassen will, dann kann ich mir vorstellen dass es den Kreisräten nicht anders ergehen wird. Außerdem wohnen von 14 Aufsichtsratsmitglieder nur drei in Buchen, darunter der Aufsichtsratsvorsitzende und Landrat Achim Brötel und der Bürgermeister Burger.

Bürgermeister Burger muss sich endlich einmal seiner Verantwortung bewusst werden, die er in seinem Amtseid den Buchener Bürgern versprochen hat. Er ist der erste Bürger der Stadt Buchen und beweist mit dem Satz seine Hilflosigkeit, wenn er in der letzten Gemeinderatssitzung sagt, "...dass er nicht scharf darauf ist, das Klärschlamm in Buchen behandelt wird".

Herr Bürgermeister, nur darum geht es und um vieles mehr, und das Europaweit. Und wenn Ihnen, Herr Burger, ein Jurist sagt, dass ein Vertrag mit der MBA auch Gültigkeit für die MBB und für alles Andere auch hat, dann werfen Sie ihn aus dem Rathaus. Denn wer solche Berater hat, braucht keine Feinde mehr.