Leserbrief

Konfliktpotenzial ignoriert

Zum Artikel „Kritik an Fahrrad-Plänen“ vom 13. September:

Herr Lutz (Rektor der Brüder-Grimm-Schule) hat völlig recht, wenn er fragt, ob die Damen und Herren von der Planungsebene sich in der Straße geirrt haben. Er weiß, wovon er spricht, da die von ihm geführte Grundschule genau an den geplanten Schnellweg grenzt.

Ebenfalls direkt angrenzend ist das Kinderhaus Feudenheim, das von Kleinstkindern ab drei Jahren besucht wird. Die Kulturhalle Feudenheim, ein Hort für Jugendliche, Spielplätze, Sporthalle, Haltestellen für den Schulbus und den öffentlichen Nahverkehr liegen ebenfalls an der Spessartstraße. Auf dem 600 Meter kurzen Stück der Spessartstraße zwischen Eberbacher und Peter-Rosegger-Straße (zwischen Grimminger und Einmündung Feld) grenzen direkt an: sechs Kreuzungen, 33 Wohnhäuser, 51 Garagen, fünf Einfahrten, ein Kindergarten, eine Grundschule, ein Hort, drei Spielplätze, zwei Großparkplätze (Schule und Kulturhalle), eine Kulturhalle, eine Sporthalle, zwei Haltestellen (Schulbus und Öffentlicher Nahverkehr). Auf gerade mal 600 Meter so viel Konfliktpotenzial zu ignorieren ist eigentlich unglaublich.

Viele Spaziergänger

Radschnellweg bedeutet, dass hier Radfahrer mit einer Geschwindigkeit von rund 30 Kilometer pro Stunde unterwegs sind. Wie soll das funktionieren? Überhaupt nicht! Aufgrund der Tatsache, dass hier Klein- und Kleinstkinder Tag für Tag unterwegs sind, verbietet sich diese Trassenführung doch eigentlich schon von selbst. Nicht zuletzt die Situation, dass hier viele Spaziergänger mit Kind und Hund oder auch gerade viele ältere Menschen das Naherholungsgebiet Neckar aufsuchen, verbietet ebenfalls eine solche Trassenführung.

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2mLOs8z