Leserbrief

Kritik an der Laubbeseitigung

Zum Thema Abfallwirtschaft:

Als ich im Amtsblatt der Stadt vom 3. Oktober die Meldung „Helfende Hände gesucht“ entdeckte, glaubte ich zunächst an einen schlechten Scherz. Seit Monaten versuche ich, die Abfallwirtschaft dazu zu bringen, ihre Aufgabe zu erfüllen – mit äußerst mäßigem Erfolg. Warum um alles in der Welt sollte ich da diese Organisation bei einer ihrer ureigensten Aufgaben unterstützen?

Da die Mehrarbeit im Herbst eine alljährliche Selbstverständlichkeit ist, sollte ein Betrieb, der die Sauberkeit im öffentlichen Raum zu gewährleisten hat, sich darauf vorbereiten und nicht seine Pflicht an die ihn bezahlenden Bürger delegieren. Bei der Laubbeseitigung frage ich mich schon seit Jahren, warum sie – nicht nur im Herbst – so schlecht funktioniert.

Niemand legt Hand an

Da sieht man Kehrmaschinen rumfahren, die weder unter noch zwischen parkenden Autos erfolgreich sein können, aber keinen Menschen, der Hand anlegt. Oder man hört den Lärm von Laubbläsern, die das Laub zu Haufen zusammentreiben, doch diese Haufen bleiben dann tagelang unabgeholt liegen – außer es kommt stärkerer Wind auf, denn dann verteilt sich das Laub wieder schön auf der ganzen Straße.

Warum kehren nicht die Mitarbeiter der Stadtreinigung an und unter den Autos das Laub zusammen und laden es umgehend auf einen Wagen? Warum folgt nicht direkt hinter den Laubbläsern ein Wagen, auf den das Laub geladen wird? Dann könnten wir uns über wirklich gereinigt aussehende Straßenzüge freuen.