Leserbrief

Kulturen grillen gemeinsam

Zum Artikel „Stadt will Grillzone im Grünen begrenzen“ vom 9. Juli:

Protest und Skandal möchte ich rufen. Das Grillen am Strandbad ist ein absolutes Highlight der sommerlichen Lebensqualität in Mannheim. Paare, Familien und Freunde, Alte, Jugendliche und Kinder aus unserem großen Mix der Kulturen feiern zusammen in die Sommerabende hinein und die von den Grills erzeugte Smogglocke liegt dabei wie eine Decke auf der gemeinsam gelebten Gemütlichkeit. Ich wünsche mir, dass es so erhalten bleibt, wie es ist.

Die Argumentationen sind absurd. Die Zahl der Gäste, die auf der Grillwiese essen, ist wesentlich größer als die Zahl derer, die im Restaurant Platz nehmen. Außerdem waren die Grillenden bereits dort, bevor das Restaurant gebaut wurde.

Stadt schützt Investitionen

Schon vor einigen Jahren wurde die Grillcommunitiy, unter dem Vorwand, die Anwohner zu schützen, vom Lindenhof vertrieben. Der Blick auf den Stadtplan zeigt jedoch, dass an der damaligen Grillwiese überhaupt niemand wohnt.

Und warum keine Hunde? Ich selber habe keinen, könnte mir aber vorstellen, dass Hunde gerne diese invasiven Gänse jagen dürfen. Um die unerwünschten Auswärtigen abzuschrecken, würde es reichen, den Parkplatz zu schließen, aber dann geht ja auch keiner mehr ins Restaurant. War es nicht so, dass das Restaurant mit Mitteln der Stadt gebaut wurde? Hier schützt scheinbar die Stadt mit ihren Beschlüssen nur ihre eigene Investition. (Felix Raithel, Mannheim)

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2YW4M51