Leserbrief

Leser zu blockierten Haltestellen

Zum Artikel „Autos blockieren Haltestellen“ vom 12. Juni:

Es gibt ganz simple Wege, um Ordnung zu schaffen. Manchmal hilft der Blick ins Ausland, zum Beispiel nach Großbritannien. Dort stehen morgens und nach Schulschluss Schülerlotsen auf ihrem Posten, die solche Zustände wie im Bericht geschildert verhindern.

Je nach Kommune sind das Ehrenamtliche (Eltern, Rentner) oder auch bezahlte Kräfte. Es funktioniert! Was ebenfalls in Großbritannien kein Problem ist: nächtliche Ruhestörung durch feierwütige Studenten in Wohnheimen, mit denen die Mannheimer Innenstadt ja zunehmend zugepflastert wird. Spätestens nach der Prüfungszeit dürfen sich die Bewohner der City in diesem Sommer wieder auf lautstarke Partys bis drei, vier Uhr nachts unter der Woche „freuen“.

Gibt es in Großbritannien nicht. Warum? Weil dort Hausmeister in den Studentenunterkünften ihre Wohnung haben und ein solches Verhalten natürlich unterbinden. Fazit: Einfach einmal über die Grenzen schauen und von anderen lernen. (Dorothea Tilger, Mannheim)

Dass Eltern um ihre Kinder besorgt sind, ist nachvollziehbar. Den Kindern wäre aber für ihre Entwicklung zum selbstständigen Menschen sicher mehr geholfen, wenn sich die Eltern die Zeit nehmen würden, um ihre Kinder so lange auf dem gewählten Schulweg zu begleiten, bis die Kinder gelernt haben, wie sie sich richtig verhalten. Sich der Gefahren auf dem Weg bewusst sind und ein richtiges Verhalten verinnerlicht haben.

Bedenklicher ist die Situation an Gymnasien. Auch hier die gleichen Blockierungen; weil die armen Kinder am Tag nicht Fahrrad oder Straßenbahn fahren können, obwohl die Haltestelle nur 50 Meter entfernt ist. Hier sind die SUVs der Helikoptermütter das vorherrschende Transportmittel. (Inge Bichelmeier, Mannheim)

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2WOmF8M 

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