Leserbrief

Liegeplatz vor Schiffermast

Zum Artikel „Stadt sieht Land in der Pflicht“ vom 29. März:

Mit Interesse verfolge ich, was mit dem Museumsschiff geschieht, da ich aus der Binnenschifffahrt komme, und ich bei der damaligen Einweihung 1986 dabei war. Das Fahrzeug kam von der Werft Speyer und ging am Neckarufer vor Anker.

Was den Liegeplatz angeht, bin ich der Meinung, dass auch aus Kostengründen der jetzige Platz sehr geeignet ist, zumal bereits alle Anschlüsse wie Strom, Wasser und Abwasser am dortigen Steiger vorhanden sind. Dass nun darüber diskutiert wird, den Raddampfer vor dem Marchivum an Land zu setzen, ist mit Sicherheit keine gute Idee.

Zum einen ist der Standort unterhalb der Jungbuschbrücke recht abgelegen, also ist eine noch geringere Besucherzahl zu erwarten und zum andern kann man sich gut vorstellen, dass, wenn das Schiff an Land liegt, in kürzester Zeit Fenster eingeworfen sind und Graffiti-Schmierereien vom Bug bis Heck entstehen, so wie dies in der heutigen chaotischen Zeit leider vielfach gang und gäbe ist.

Als weiteres ist der Kostenaufwand, das Fahrzeug an Land zu heben, ein riesiger bei den Abmessungen und dem Gewicht. Wenn dies überhaupt möglich wäre.

Wenn aber schon an Land oder im Wasser liegend, ein neuer Liegeplatz gesucht wird, sollte man den Standort auf dem Lindenhof vor dem Schiffermast in Betracht ziehen. Dort kommen regelmäßig Fluss-Kreuzfahrtschiffe aus allen Nationen an, so dass bestimmt bei den ankommenden Touristen Interesse besteht, den Raddampfer mit dem Schifffahrtsmuseum zu besichtigen. Friedrich Page, Mannheim

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2I9dGX9