Leserbrief

Lobhudelei auf Quast

Zum Artikel „Lothar Quast verabschiedet“ vom 17. Dezember:

Beim Lesen ihres Artikels hatte ich den Verdacht, die Redakteurin schreibt über eine Fata Morgana. Seit über 30 Jahren verunstaltet Herr Quast Mannheim, Denkmal- und Naturschutz sind für ihn unrelevant. Beispiele: Erneuerung der Planken: Die Erhaltung der Brunnen wurde zugesagt, Ergebnis: kein einziger Brunnen in der Steinwüste. Die Bäume wurden dank einer Bürgerinitiave nicht gefällt. Apropos Steine: Die falsche Wahl des Bodenbelages sowohl für die Breite Straße als auch für die Planken Jahre später, ist ein übler Schildbürgerstreich. Der dort verlegte Boden ist trotz angeblichen hohen Reinigungsaufwand (den die ungefragten Bürger zahlen müssen) ständig verschmutzt, unansehnlich und bei Regen sehr glatt.

Bauvorhaben gegen Bäume

Kopf der Planken: Die zwei Pavillons sind trotz Begrünungsverordnung ohne Begrünung. Das Restaurant ist bis heute im Außenbereich nicht fertiggestellt, das Dach erinnert mehr an eine Schrotthalde, eigentlich sollte ein besonderes Entré in die Stadt entstehen. Carl-Benz-Stadion: aufgrund von Anwohnereinsprüchen nur sehr eingeschränkt nutzbar. Beim Bau wurden 1400 Plätze wegen schlechter Sicht umsonst gebaut.

Bei Bauvorhaben wird regelmäßig die Baumschutzverordnung außer Kraft gesetzt. Beispiele: Für das Lanz-Carré wurde einer der ältesten Bäume (Blutbuche) Mannheims gefällt. Bemerkenswert ist auch die Verdichtung in Benjamin-Franklin, wo hunderte Bäume gefällt wurden und kein Neubau eine Begrünung hat!

Und zum Abgang die Krönung: Ein neues Bauamt im Lindenhof, da Herr Quast und seine Mitarbeiter/innen in ihren Sesseln Besseres zu tun hatten, als das Bauamt in Schuss zu halten und nicht mal merkten, dass ihnen das eigene Büro unter dem Hintern zerbröselte. Dass der Neubau bei regelmäßiger Wartung des Altbaues zu verhindern gewesen wäre, beweisen ja die Eigentümer des benachbarten Collini-Center.
Thomas Metz, Mannheim