Leserbrief

Zum Thema Bundesgartenschau

Märchen von dem See in der Au

Das Luftbild vom "Mannheimer Morgen" vom 5. Juni verdeutlicht alles. Der "See in der Au" soll vier Meter unterhalb des Niveaus der Feudenheimer Au liegen. Dies bedeutet: Der "See" ist von einem Hubschrauber aus zu sehen. Der "See" ist als Ganzes vielleicht von dem acht Meter höheren Aubuckel aus zu sehen. Der "See" ist mit Sicherheit von dem größten Teil der flachen Au aus nicht zu sehen. Von dem "See" aus wird man weder den Fernmeldeturm noch sonst etwas von Mannheim sehen können, noch wird man von irgendeinem Ort aus in Mannheim aus den "See" sehen können. Das ist Hauptschulgeometrie. Eine Aufwertung der Au oder Mannheims ist nicht erkennbar.

Das ist keine Chance für Mannheim. Der "See" ist kein See, sondern ein Graben. Um sich das zu verdeutlichen, muss man nur von der Feudenheimer Schleuse aus Richtung Riedbahnbrücke gehen. Das Wasser in der Schleuse ist nach relativ kurzer Entfernung nicht mehr erkennbar. Erschwerend zu der BuGa Entscheidung des Stadtrates kommt hinzu, dass dieser Beschluss ohne Wirtschaftlichkeitsprüfung erfolgt ist. Vielleicht (hoffentlich) ist er deshalb nichtig. Selbst nach oberflächlicher Prüfung hält nahezu kein Aufwandsposten der Machbarkeitsstudie dem angegebenen Rahmen stand. Meine Meinung: Stoppt den BuGa Unfug.

Mein Rat an die überwiegende Mehrheit im Stadtrat: Hebt die "Machbarkeitsstudie zur Bundesgartenschau" auf, falls es einmal einen internationalen Wettbewerb für das schwachsinnigste Projekt einer Stadtentwicklung gibt. Dann hat Mannheim (Sieges-) Chancen.