Leserbrief

Mannheim braucht mehr Messstationen

Zum Artikel „Mannheim will Verbote vermeiden“ vom 1. März:

Ob es in Mannheim zu Fahrverboten kommt? Wohl eher nicht, denn Mannheim hat ja mangels Messstationen wenig Daten aufzuweisen. Will man als interessierter Bürger der Innenstadt die Luftwerte wissen, wendet man sich lieber nach Ludwigshafen.

Dort gibt es drei Stationen und die Daten der dortigen Heinigstraße entsprechen wohl am ehesten denen unserer City. Die Stickoxidwerte in Ludwigshafen sind häufigst über dem Grenzwert. Wie wär’s mit einer Messstation in der Fressgasse, Kunststraße, Bismarckstraße, Dalbergstraße? Oder wenigstens hin und wieder temporäre Vor-Ort-Messungen. Das hätte wirklich etwas von Bürgernähe und Transparenz.

Interesse an aktuellen Luftwerten

Aber lieber besucht man internationale Events und feiert sich dort selbst als „Green City“, während man unsere City zeitgleich unwiederbringlich und gnadenlos zuverdichtet, mit allen klimatologischen Folgeschäden (siehe: Kepler/Glücksteinquartier, B 6, T 4/5, Q 6/7, J 4, Eisstadion).

Die Südflanke der wichtigen Frischluftschneise für die Innenstadt wird baulich massiv behindert. „Green City“ eben. Schade auch, dass im „Mannheimer Morgen“ nicht die aktuellen Luftwerte (Feinstaub und so weiter) mitgeteilt werden. Ein Aspekt verdient trotz aller Misere doch Erwähnung: Ohne die vielgeschmähte EU mit Klagedrohung hätte unseren Vertretern wohl niemand Beine gemacht. Das gleiche gilt übrigens auch für die Nitratverseuchung unseres Trinkwassers. Aber sicherlich wird man sich irgendwie herummogeln oder sonst wie weiterwurschteln.

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2FK3wIB