Leserbrief

Marode Lobdengauhalle

Zum Thema: Sportlerehrung in Ladenburg

Zur Ladenburger Sportlerehrung erschienen in diesem Jahr wesentlich weniger Sportler als in den Vorjahren. Waren in den letzten Jahren 200 und mehr Sportler zur Ehrung erschienen und man musste sogar in die Lobdengauhalle ausweichen, kamen in diesem Jahr lediglich 97, um sich ehren zu lassen.

Wie der Vertreter des Ortsausschusses für Leibesübungen (OAL); Lackner, bemerkte, ist das auch auf die bescheidenen Trainingsmöglichkeiten zurückzuführen. Wie großzügig die Stadt Ladenburg mit den Sportlern umgeht, bemerkte Bürgermeister Schmutz, indem er die kostenlosen Trainingsmöglichkeiten für die Vereine lobte. Dabei vergaß er zu erwähnen, dass die Stadt Ladenburg eine „indirekte Sportförderung“ betreibt. Das heißt, dass die Stadt zu einer Sportförderung verpflichtet ist. Theoretisch müssten die Vereine mit öffentlichen Mitteln unterstützt werden. In Ladenburg erhalten die Vereine nun keine Geldleistungen, sondern freie Trainingsmöglichkeiten. Dadurch wird die Stadt auch bürokratisch entlastet. Wieder einmal wurde die angespannte Hallensituation angesprochen. Es wird wieder eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Unter den Bürgermeistern Schulz, Reble, Ziegler und nun Schmutz war das schon Standard, und aus den aufgelaufenen Kosten und Planungsraten wäre schon eine Bodenplatte für eine neue Halle möglich. Hier wurde viel Geld vergeudet, und nichts ist dabei rausgekommen.

All diese Bemühungen der Bürgermeister wurden jedes mal durch den „sportbegeisterten“ Stadtrat zum scheitern verurteilt. Kürzlich brachte sogar Stadtrat Keller den Vorschlag einer Bürgerbeteiligung an den Kosten ins Spiel. Da fragt man sich, in welcher Welt der Herr lebt. Ladenburg bekommt in den nächsten Jahren einen Zuwachs von etwa 2000 Menschen, da wird die Situation noch dramatischer, zumal die Lobdengauhalle dringend renoviert werden müsste.

Bei den Festtagen des Liederkranz stand in den Toiletten zentimeterhoch das Wasser. In den Umkleidekabinen ist die Geruchsbelästigung unerträglich, bei Regen tropft es von der Decke und so weiter. Nun sollten die Stadt und vor allem der schlafende Stadtrat zügig für Abhilfe sorgen, damit Kleinkinder, Jugendliche und Erwachsene auch künftig sportlich aktiv sein können. Auch dies gehört zu einer funktionierenden Schul- und Sportstadt wie Ladenburg. Man darf auf weitere Ausreden gespannt sein.